Am Donnerstag, den 07.05.2026, fand um 18:00 Uhr die erste digitale Trägerkonferenz von Lambda Niedersachsen-Bremen e.V. statt. Zahlreiche Träger, Vereine und Initiativen aus Niedersachsen kamen gemeinsam über Zoom zusammen, um sich kennenzulernen, Bedarfe auszutauschen und über die Zukunft queerer Jugendarbeit im Land zu sprechen.
Mit dabei waren unter anderem die Beratungsstelle Queer des Paritätischen Peine, LSVD+ Niedersachsen, das Jugendhaus Norden, der Kinderschutzbund Celle, SCHLAU Niedersachsen, Checkpoint Queer sowie das Queere Netzwerk Gifhorn e.V.
Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde stellte Samy Umbreit aus der Vernetzungsstelle zunächst den Landesverband Lambda Niedersachsen-Bremen e.V. vor. Dabei ging es unter anderem um die Ziele und Aufgaben des Verbandes, die Unterstützung queerer Jugendgruppen, Vernetzungsarbeit, Fortbildungen, Schutzkonzepte sowie die Förderung ehrenamtlicher Strukturen in der queeren Jugendarbeit.
Ein zentraler Bestandteil der Konferenz war anschließend die gemeinsame Auswertung einer vorherigen Trägerbefragung. Die Ergebnisse zeigten deutlich, welche Themen und Herausforderungen queere Jugendarbeit aktuell besonders beschäftigen.
Als größte Herausforderungen nannten die Teilnehmenden insbesondere:
- Finanzierung und Fördermittel,
- das Gewinnen und Halten von Ehrenamtlichen,
- Diskriminierung und gesellschaftliche Anfeindungen,
- fehlende Sichtbarkeit,
- Vernetzung sowie
- Fragen rund um Schutzkonzepte und Strukturen.
Besonders gewünscht wurden Fortbildungen und Qualifizierungen, bessere Vernetzungsmöglichkeiten, Materialien und Konzepte sowie Unterstützung bei Öffentlichkeitsarbeit und Projektentwicklung.
Außerdem wurde deutlich, dass viele Träger großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit Lambda Niedersachsen-Bremen haben – insbesondere durch Netzwerktreffen, gemeinsame Projekte und digitale Austauschformate.
In der anschließenden Diskussion wurde gemeinsam überlegt, welche Konsequenzen und Aufgaben sich daraus für den Landesverband ergeben. Deutlich wurde vor allem:
Lambda soll zukünftig als gut erreichbare Vernetzungs- und Unterstützungsstruktur für queere Jugendarbeit in Niedersachsen und Bremen weiter ausgebaut werden.
Geplant sind unter anderem:
- regelmäßige digitale Austauschformate,
- stärkere Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Trägern,
- Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote,
- Unterstützung bei Fördermitteln,
- gemeinsame Projekte und Kampagnen,
- Materialien und Informationsangebote für Jugendgruppen und Fachkräfte.
Die erste Trägerkonferenz wurde von allen Beteiligten als gelungener Auftakt wahrgenommen. Der offene Austausch hat gezeigt, wie wichtig landesweite Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Interessenvertretung für queere Jugendarbeit sind.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für ihre Zeit, ihre Perspektiven und ihr Engagement und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

